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Special show

"100 years of inflation"

IBRA Sonderschau: Als das Porto Milliarden kostete:
«100 Jahre Hochinflation in Deutschland 1923»

Die deutsche Inflation von begann schleichend mit dem Beginn des 1. Weltkriegs im Jahr 1914 und erstreckte sich bis zur sog. «Hochinflation» im November 1923. Kein anderes Industrieland weltweit war mit einer so radikalen Geldentwertung konfrontiert, wie Deutschland. Ihr Ende fand die Inflation mit der Einführung der Rentenmark.

In der Philatelie beginnt die Inflation des Deutschen Reichs am 1. August 1916 mit Einführung der „Außerordentlichen Reichsabgabe“. Im Deutschen Reich herrschte überwiegend die Meinung, dass es sich nur einen kurzfristigen Krieg handelt und die Soldaten spätestens Weihnachten wieder zuhause seien. Dass es anders kam, ist hinlänglich bekannt. 1923 geriet in Deutschland die Inflation in dramatischer Weise außer Kontrolle. Das Thema ist seit dem letzten Jahr wieder in unser Bewusstsein zurückgekehrt – an Preissteigerungen von teilweise über zehn Prozent z.B. bei Lebensmitteln können sich viele überhaupt nicht mehr erinnern. Hier trifft Philatelie auf Zeitgeschichte!

Die Einmaligkeit der deutschen Inflation hat sich in der Philatelie und Postgeschichte niedergeschlagen. In der Endphase der Inflation waren Postgebühren nur noch wenige Tage gültig bis zur nächsten Erhöhung.  Das macht das Thema «Inflation» zu einem der faszinierendsten, spannendsten und komplexesten Sammelgebiete der deutschen Philatelie. Diese Sonderstellung zeigt sich u.a. darin, dass die entsprechen ArGe im BDPh, der Verein INFLA-Berlin, mit über 900 Mitgliedern die grösste ArGe im BDPh ist.

Das 100 jährige Jubiläum der Hochinflation im Jahr 2023 ist Grund genug für die IBRA 2023 sich dem Thema Inflation in einer entsprechenden Sonderschau zu widmen. Die Sonderschau wird in enger Zusammenarbeit mit der INFLA-Berlin (https://www.infla-berlin.de/) ausgerichtet.